Teamwork im Atemschutzeinsatz

Atemschutzgeräteträger müssen unter Kabel durch

Buchholz (PD) Am vergangenen Mittwoch trafen sich die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Wilstedt, Bülstedt, Vorwerk, Steinfeld und Buchholz wieder zum gemeinsamen Dienst. Diesmal fand der Dienst in Buchholz statt, ausgearbeitet wurde die Übung von der Atemschutzschutzbeauftragten in Buchholz, Ines Drewes.

Dass die Zweiertrupps für die folgenden Übungen zufällig aus den Anwesenden der teilnehmenden Wehren zusammengelost wurden, war natürlich kein Problem. Schließlich trainieren die Feuerwehren schon seit vielen Jahren gemeinsam und regelmäßig den Einsatz unter Atemschutz - man kennt sich bestens.

Als Übungsobjekt diente das Dorfgemeinschaftshaus in Buchholz. Ziel der Übung war es, die Kommunikation im Trupp zu vertiefen, ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen und den Umgang mit dem Atemschutzgerät zu trainieren. Zunächst mussten die Trupps eine 3-teilige Steckleiter mit der schweren Ausrüstung erklimmen, um sich über ein Fenster im Obergeschoß Zutritt zum Gebäude verschaffen. Insbesondere der Übergang von der Leiter auf den Fenstersims in der Höhe ist gefährlich und muss immer wieder trainiert werden. Oben angekommen, wurden den Masken der Atemschutzgeräteträger Folien verpasst, durch die man bestenfalls noch schemenhaft was erkennen konnte. Die folgenden Übungen wurden also nahezu blind gemeistert. Es wartete danach auch direkt die nächste Herausforderung: Die Trupps mussten sich durch viele herabhängende Kabel und Leitungen, hier dargestellt durch Feuerwehrleinen, regelrecht durcharbeiten. Dabei war es gar nicht so leicht, sich nicht mit der Ausrüstung in den ganzen Leinen zu verheddern. Die Truppmitglieder mussten sich immer wieder gegenseitig befreien. Anschließend ging es über die steilen Treppen in den Keller. Die Treppe wurde unter den erschwerten Sichtbedingungen langsam und rückwärts heruntergeklettert, damit man im Notfall noch reagieren kann. Um eine sichere Übung zu gewährleisten, war hier immer eine Aufsichtsperson anwesend. Im Keller musste ein enger Tunnel passiert werden, um anschließend mit Suchtaktiken unter Nullsichtbedingungen Kanister zu finden. Nachdem auch dies gemeistert war, mussten die Trupps in der Fahrzeughalle noch unter einer ganzen Reihe Bänke hindurchkriechen, auf denen Wasserbecher standen.

Auch bei diesem Dienst konnte die Zusammenarbeit der Ortswehren wieder mit viel Spaß und Teamwork vertieft werden.                         16.02.2018

Fenstereinstieg über SteckleiterSuchtechnikUnter den Tischen durchWärmebildkamera

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